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Dirk Gerhardt

Dirk Gerhardt

Seit 2002 als engagierter 9/11 Beobachter im Internet unter dem Namen Sitting Bull bekannt.

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"9/11, Der Kampf um die Wahrheit", das neue Buch von Marcus Klöckner, erreicht mich erst morgen. Daher, kurz und zwischendurch, eine Rezension. Ich habe Martin Maurers "Terror" rezensiert, daher denke ich, ist es auch fair, ein weiteres, empfehlenswertes Buch zum Thema zu besprechen. Auch wenn es den Stallgeruch meines Lieblingsfeindbildes Spiegel hat, in Gestalt des Autoren, dem von mir als "Terrormärchenonkels" bezeichneten Herrn Musharbash. Immerhin geht es um El-Kaida, vordergründig.

Radikal

Yassin Musharbash legt mit "Radikal" ein wahrhaft denkwürdiges Werk vor. Wenn ein Spiegel-Redakteur, welcher sich im Hauptstadtbüro mit dem Thema Terrorismus beschäftigt, einen Roman schreibt, sollte man sowieso aufhorchen. Genauso wie in den USA zuletzt bei der Veröffentlichung von Senator Bob Grahams Roman "Keys To The Kingsdom", welcher eine Verbindung des 9/11 Terrors in höchste saudische Kreise nahelegt (und natürlich dafür ignoriert wird, genauso wie Richard Clarke mit seinen Enthüllungen letzte Woche!). Traut sich Herr Musharbash hier etwa zu schreiben, was als Spiegel-Redakteur nicht geht, und muss dafür die Roman-Form herhalten, weil man das in "Sachform" nicht schreiben kann? Es schaut so aus.

Zum Inhalt:
Lutfi Latif, ein dynamischer Typ mit der Strahlkraft eines frühen Obamas, tritt für die Grünen zur Bundestagswahl in Berlin an und erhält prompt ein Bundestagsmandat. Weil er arabischstämmiger Deutscher mit gemäßigten Ansichten ist, wird er von El-Kaida als Verräter gehandelt und gegen ihn werden Drohbotschaften ausgestoßen. Nicht nur von El-Kaida, sondern auch von Nazis und Islamhassern. Doch wer steckt dahinter? Die Botschaften von Vertretern der letzten beiden Gruppen verschwinden aus dem Dossier, welches der frisch eingestellten Mitarbeiterin Sumaya al-Shami vorliegt, auch die Reporterin Merle Schwalb vom "Globus" (transzendiert: der "Focus") berichtet nur über die Gefahr von El-Kaida-Anschlägen auf Latif.
Da Latif trotz Anratens vom BKA-Mann Ansgar Dengelow keinen Personenschutz will, stellt er Samuel "Samson" Sonntag ein, der als Arabist und Blogger detaillierte Kenntnisse der Islamisten-Szene hat und die Bedrohungslage checken soll. Dieser geriet kurz zuvor in eine Veranstaltung eines "Salons", in dem Islamhasser sich konspirativ treffen.
Doch bevor sich etwas aus dessen Recherche ergibt, gibt es einen furchtbaren Anschlag auf das Leben von Latif, der diverse Tote fordert. Anschließend bekennt sich eine neue El-Kaida Zelle per Videobotschaft zum Attentat. Doch bald kommen Zweifel auf, ob es sich wirklich um einen El-Kaida-Anschlag handelt... haben möglicherweise Islamhasser etwas damit zu tun?

Bei "Radikal" handelt es sich um einen absolut spannenden und packenden Thriller. Die Wirkung wird vor allem über die Authentitizität der Handelnden erzielt, die ein glaubwürdiges Innen- wie Außenleben verkörpern. Man nimmt Musharbash locker ab, dass er sich selbst in seiner Rolle als Terrorexperte beschreibt, der sich wie Samuel Sonntag nachts in Djihadisten-Foren rumtreibt, auch die Schilderungen aus dem Redaktionsbetrieb einer Zeitung sind wohl keine reine Fantasie. Dazu kommt der hochgradig aktuelle Bezug nach dem "Breivik-Attentat", inwieweit sich auch die Islamhasser radikalisieren können, sowie zu den Diskussionen der Thesen von Thilo Sarrazin, über die generellen Themen der Angst vor Radikalisierung und Überfremdung, der Frage nach den verrückten Einzeltätern, welche Religion als Motiv mißbrauchen, die ebenso im Buch mitschwingen. In Deutschland stellt vor allem Elias Davidsson immer wieder unermüdlich heraus, dass sich die Judenverfolgung im 3. Reich und der schleichend zunehmende Islamhass heute ähneln.

Ich frage mich, ob Herr Musharbash als Terrorexperte beim Spiegel nicht etwa sein wahres Talent zu sehr verschenkt. Und besser Romanautor werden und bleiben solle. Wobei ich mich frage, ob möglicherweise ein halb autobiografischer Satz im Buch vorkommt:
"Sie war als Journalistin schlichter Durchschnitt. Wenn man erst einmal beim Globus war, kam der Rest allerdings von ganz alleine, Informationen, Anerkennung und eine gewisse Attitüde eingeschlossen".

Unzweifellos sind die Terrorpakete-Abos von SITE und Intelcenter sowie die weiteren Recherchemöglichkeiten beim Spiegel Gold wert. Und vielleicht ist dieses Buch nur möglich, weil Musharbash auch Spiegel-Redakteur ist.

Was bleibt nach der Lektüre von "Radikal"? Die klaren Grenzen verwischen, kann das Feinbild "El-Kaida" auch instrumentalisiert werden, gibt es auch andere Interessen an einer Radikalisierung? Dieses Buch lässt einen mit einer dunklen Vorahnung zurück, dass dies durchaus möglich wäre. Leider, und das ist meine einzige Kritik, bemüht es wieder die staatsoffizielle Version der Anschläge des 11. Septembers, wobei sich doch 10 Jahre danach selbst bin zum Spiegel herumgesprochen haben dürfte, vor allem zu Musharbash, dass diese Anschläge tiefenpolitische Spannungspolitik waren, in denen Araber nur die Rolle der Sündenböcke einnahmen. Und vor allem psychologische, emotionalisierte Wirkung und hereingelegte Medien verhindern, dass diese erste Ursache aller geschilderten Entwicklungen gebührend beleuchtet wird. Nur eine Versachlichung der Debatte kann zum Erfolg führen. Wie zuletzt von Paul Schreyer, Mathias Bröckers, Christian C. Walther, Andreas von Bülow sowie Marcus Klöckner in Deutschland lobenswerterweise vorangetrieben.

Eine wirkliche Umkehrung der Radikalisierung von Moslems und des um sich greifenden Islamhass könnte am besten geschehen, wenn die Anschläge des 11. September 2001 rückhaltlos aufgeklärt werden, wie es auch viele Opfer-Angehörige, Feuerwehrleute, Architekten, Ingenieure und Wissenschaftler und viele andere es fordern. Genauso, wie die friedlichen Revolutionen im arabischen Raum bewirken, dass El-Kaida an Macht verliert, weil diese seit jeher Gewalt als Mittel der Tat propagierten, würde beiden Gruppen die Grundlage für ihren Fundamentalismus genommen. Nur das kann ein Weg nach vorne sein. Statt Kriege um Ressourcen zu führen und von beiden Seiten Feindbilder zu schüren.

PS: Meine Lieblingsstelle im Buch ist eindeutig der Satz, in dem die Pressefuzzies sich darüber beklagen,  ihre Geschichten schon vor der Veröffentlichung durch Blogger "zerschrotet" zu sehen. Chapeau! 

PS2: In einer Antwort-Mail von Herrn Musharbash an mich beteuert dieser, kein SITE-Abo zu haben, sondern selbst in arabischen Quellen zu recherchieren. Er freut sich, dass mir sein Werk gefällt!

Monday, 15 August 2011 18:55

Der Focus macht sich nackig

Im heute veröffentlichten Focus ist das Titelthema 9/11, und insbesondere "Die Macht der Verschwörungstheorien". Danke lieber Focus, dass Ihr Euch mal nackig macht, da kann man schön die ganze häßliche Fratze journalistischer Untugenden sezieren!
 
Der Hauptartikel, das "Minutenprotokoll", ist eine Zusammenfassung der Ereignisse des 11.09.2001, gewürzt mit "Personal Touch-Stories", wie sie für Yellow Press unerläßlich zu sein scheinen. Schauen wir mal rein:
Focus Ausgabe 15.08.2011
 
Zum Motiv der mutmaßlichen Attentäter: Man bemüht insbesondere "fanatisch" und Fanatiker, um zu beschreiben, welchen Hass die mutmaßlichen Hijacker hatten, durchgehend durch den ganzen Text. Und doch heißt es dann, auch der BBC-Reporter Anthony Summers, der wohl das "beste Fachbuch zum 10. Jahrestag" vorgelegt hätte, könne "das Motiv nicht eindeutig klären".
Der sich daraus ergebende Widerspruch bliebt ungeklärt.
 
Man behauptet, Kahlid Sheik Mohammed und Osama bin Laden hätten den Massenmord in Afghanistan geplant. Man vergißt aber zu erwähnen, wie dünn die Faktenlage dazu ist, außer dem Phantom KSM hat man schlichtweg keine Quellen dafür, denn die Terroristen hinterließen ja "No Paper Trail", die Aussagen von KSM, unter Folter erzwungen, sind wertlos. Sein angebliches Interview zuvor mit Yosri Fouda, in dem er die gleichen Sachverhalte auch ohne Folter gestanden haben will, von dem aber jede glaubhafte Aufzeichung fehlt, ist noch dubioser.
Osama selbst sagte hinterher, er wüsste nichts von den Planungen- zuerst.
Bis er dann in 2004 sagte, wie die Details der OP ausgesehen hatten, wobei das nur noch mehr Widersprüche aufwirft. Sehr, sehr dünn, diese Behauptung. Ein Verkündungsbeweis.
 
Wir erfahren aus Attas Gefühlswelt, dass dieser sich nach der Ausbildung in einem afghanischen Terrorcamp für "nahezu unbesiegbar" gehalten hätte. Was die Quelle dieses Atta-Innenlebens sein soll, ist mir rätselhaft. Zudem ist der mehrwöchige Besuch auf der Tarnak-Farm wohl kaum etwas, was wir nach unseren Standards eine "Ausbildung" nennen würden, zumal keine, die einen unbesiegbar machen würde.
 
Dann gibt es eine Zitatfälschung. In einem Zitat des Anrufs von Flug 11 Flugbegleiterin Amy Sweeney.
Laut Focus soll sie gesagt haben:

"Oh Gott, wir sind über NEW YORK. Wir sinken! Viel zu schnell. Ich sehe Wasser! Ich sehe Gebäude. Wir fliegen viel zu niedrig, viel zu niedrig!"

Der Anruf wurde nicht aufgezeichnet. Es gibt als Quellen die Aussagen und Notizen vom Gesprächspartner Michael Woodward mit dem FBI, mit noch einer Person aus seinem Team (Jane Allen),  dazu natürlichen Quellen wie der 9/11 CR, oder auch den New York Observer.

 
Nirgendwo wird "New York" erwähnt.
New York Aussage ???

At 8:44, Gonzalez reported losing phone contact with Ong. About this same time Sweeney reported to Woodward, "Something is wrong. We are in a rapid descent . . . we are all over the place." Woodward asked Sweeney to look out the window to see if she could determine where they were. Sweeney responded: "We are flying low. We are flying very, very low. We are flying way too low." Seconds later she said, "Oh my God we are way too low." The phone call ended.38 
38. Ibid.; Michael Woodward interview (Jan. 25, 2004). 
9/11 Commission Report

Siehe auch:

Ms. Sweeney told her ground contact that the plane had radically changed direction; it was flying erratically and was in rapid descent. Mr. Woodward asked her to look out the window -- what did she see? 
"I see water. I see buildings. We're flying low, we're flying way too low," Sweeney replied, according to the notes taken by Mr. Woodward. Sweeney then took a deep breath and gasped, "Oh, my God." - New York Observer (02/16/04)

Siehe dazu auch die  Notizen von Woodward.

Kein einziger Anrufer hat irgendetwas ähnliches gesagt. Da Woodward zwischendrin explizit fragt, wo sie denn sei, und sie zum Fenster rausschauen soll, kann es auch nicht eine Auslassung sein, die vorher gesagt wurde. Wie kam also das New York in das Zitat? Eine unbedeutende Angelegenheit? War ja klar, dass es nur New York sein könne? Mag sein. Aber was hat man damals mit Gerhard Wisneswki gemacht, der angeblich Ernie Stulls Aussagen falsch wiedergegeben haben soll? Hier wäre ein öffentliches Abschlachten der Focus-Redaktion schon angebracht.
 
Das Naudet-Video wird erwähnt, instinktiv habe Jules Naudet die Kamera hochgerissen, als die Boeing wie ein großer Schatten über ihm auftauchte, "40 Sekunden später" sei die Maschine in den Nordturm eingeschlagen. Ich weiß ja nicht, welches Video die Focus Redaktion gesehen haben will. Aber vom Überflug/erster Wahrnehmung der Boeing im Naudet-Video bis zum Einschlag vergehen höchstens 10 Sekunden. Ich weiß es deshalb sehr genau, weil die Sequenz mal auf meiner Musik-CD enthalten war. Wer will kann es auch selber schauen.
40 Sekunden bei den angeblichen 800 km/h Geschwindigkeit über Grund, welches AA11 lt. Radardaten geflogen sein soll.
Wo wäre man dann? Das sind bald 9 km. Aber die Naudet-Brüder waren Ecke Church/Lispenard, nur ca. 1,2 km vom WTC 1 entfernt (und außerdem ist die best möglichen Sichtposition von Norden her).
Und dann passt auch die Kalkulation plötzlich. Ein unbedeutendes Detail? Kann man beim Focus nicht rechnen? Woher nimmt man solche Aussagen?
 
Weiter geht es mit den Darstellungen des "heißen Infernos", der "Flieger wird jetzt zu einem gigantischen Sprengsatz", welcher eine "Flammenhölle", entfacht, die "höllische Hitze" von "1.200° Celsius" zwang viele Menschen im Nordturm zu Verzweifelungstaten.
 
Woher der Focus diese Temperatur-Angabe haben will, wäre interessant zu erfahren. Büro-oder Kerosinbrände brennen gut mit Luft versorgt zwischen 600-800° C, schlecht ventiliert (was sie laut Angaben des NIST waren) mit entsprechend geringerer Temperatur. In Flashovers können kurzzeitig Temperaturen bis zu 1.000° C erreicht werden. Aber 1.200° C? Das wäre schon arg viel, die Feuer werden also wieder heißer. Nur erklärt selbst diese Temperatur nicht die millionenfach gefundenen, kleinen, atmosphärisch geformten Eisensphäroide. Die erst bei Temperaturen jenseits der 1500° C entstehen, und auch in offiziellen Reporten beschrieben wurden. Ein Inferno, ja, aber nicht in diesem Ausmaß durch die Büro-Kerosinbrände verursacht. Eine Erklärung? Unwichtig!
 
 
"Um 9.59 Uhr scheint sich der "Südturm zu schütteln" Dann stürzt das riesige Gebäude in sich zusammen, Nach knapp 20 Sekunden liegt alles am Boden. Die Fallgeschwindigkeit: 200km/h. 29 Minuten später kippt der Nordturm."
 
Erstens stürzt der Südturm nicht in sich zusammen, der Nordturm kippt nicht, beide werden wie Bananen von oben nach unten geschält, die Masse zu Staub pulverisiert, Teile werden weit zur Seite herausgeschleudert. Zweitens, eine Fallgeschwindigkeit von 200km/h, wann soll die erreicht worden sein? Am Ende? Diese Geschwindigkeit bedeutet ca. 55m/s. Was soll bitte durch den nach unten größer werdenden strukturellen konstruktiven Widerstand so schnell fallen, wenn in dieser Größenordnung selbst für Menschen die Fallgrenzgeschwindigkeit erreicht wird- durch den reinen Luftwiderstand?
War das WTC nur Luft?
 
Netterweise wird die BND-Konferenz des Herrn Hanning erwähnt, welche am 11.09.2001 stattfindet, zusammen mit Journalisten debattiert man über den internationalen Terrorismus. Da wussten natürlich gleich alle Bescheid, wenn diese schon vorher gebrieft werden, über Osama, El-Kaida und Co. Denn den genauen Inhalt erfahren wir beim Focus nicht, wohl aber in der NZZ:
 
Am 11. September 2001 hatte der BND, der deutsche Auslandnachrichtendienst, zu einem Hintergrundgespräch über islamistischen Terrorismus eingeladen. Der damalige Präsident des Geheimdienstes, August Hanning, und ein Vertreter der Terrorismus-Abteilung referieren über Usama bin Ladin, al-Kaida und andere Gruppen. Die BND-Leute zeigen Satellitenaufnahmen von Ausbildungslagern in der Nähe der ostpakistanischen Stadt Khost und anderes Material, das sie von der CIA erhalten haben. Die Islamisten, so Hanning, seien jederzeit in der Lage, in einem westlichen Land eine Bombe explodieren zu lassen. Zweimal wird der Präsident während des Vortrags aus dem Raum gerufen, dann wendet sich Hanning an die Journalisten: «Zwei Passagierflugzeuge haben sich in die Türme des World Trade Center gebohrt.» Die Realität hatte die Vorstellungen der Nachrichtendienste überholt.

http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/auf_die_harte_tour_1.10716289.html

 
Abgesehen von der Aussage von Cofer Black, der den Kopf von Osama bin Laden auf Eis serviert haben möchte, eine etwas infam erscheinende Vorstellung für einen Rechtsstaat, ist mir keine einzige neue Info in dem Bericht aufgefallen. Man hätte gerne mal schreiben können, was denn das "neue, exklusive Material" war, was angeblich enthalten sein sollte. Die aufgebauschten Detaildaten? Das gefälschte Sweeney-Zitat? Habe ich etwas übersehen?
 
Zum Artikel "Geschäfte mit Gerüchten", von Ivo Bozic, das ist eindeutig der schlechteste aller 4 Artikel im neuen Focus.
Eine Schmäh- und Hetzschrift gegen Verschwörungstheorien, gegen diese dummen Ketzer, und es kommt jede denkbare Diffamierung drin vor:
-über einen Kamm scheren mit seltsamen Typen und deren Vorstellungen (Christian Anders!)
-man könne nichts beweisen (nie?), sondern würde nur Cui Bono? fragen, und da wäre die Antwort wohl, den Autoren selber, die das nur des Geldes wegen machen
-Fragen seien nicht so offen (aber überhaupt denkbar?), wie die Verschwörungstheoretiker gerne behaupten, denn ihre Antwort stünde von Anfang an fest
(Motivunterstellungs-Verfälschung die 1.000, selbst M. Bröckers, als angeführtes Beispiel, hat nicht von Anfang an versucht, eine Verschwörungstheorie zu beweisen, die er schon im Kopf hatte, sondern seine erworbenen Kenntnisse auf die offiziellen Erklärungen angewandt)
-Antisemitismusnähe einbringen, Bozic erwähnt die Klage von Bröckers gegend en NDR wegen des Antisemitismusverdachts vor dem Berliner Landgericht, freilich ohne zu erwähnen, warum dieser Verdacht falsch war, und auch ohne das Gerichtsurteil zu erwähnen, welches Bröckers Recht gab, die damaligen Ausstellungstafeln mussten geändert werden
-die bösen Juden und die Weltverschwörung wird als stereotypes Muster eingebracht, ohne zu erwähnen, dass so etwas kaum einer glaubt, sondern es um reale, denkbare Verschwörungen realiter Machtverhältnisse geht, die auch schon dann und wann mal entlarvt worden sind, siehe Church-Komitee, siehe Iran-Contra, siehe OP Ajax, siehe Gladio....
-Wisneswkis "Dritte RAF-Generation"-Behauptung, diese hätte nicht authentisch existiert, sei "offensichtlich Unsinn", weil inhaftierte RAF-Mitglieder dem widersprochen hätten (haben die möglicherweise ein Motiv dazu?), dann wird behauptet, der WDR hätte seine Dokumentation in "allen Details" widerlegt, was als ausgegorener Schwachsinn bezeichnet werden kann, es gab nur den Bruhaha über die Aussage von Ernie Stull (dessen O-Ton bis heute keine Fälschung von Wisnesksi impliziert) sowie den nicht existenten "Stahlbetonkern" der WTC, welchen zuvor Munich Re und BBC aufgebracht hatten. Sowie eine durchaus zweifelhafte Aussage von einem Flugexperten, der die Machbarkeit der Manöver der Hijacker bejahte, was keine wirkliche Widerlegung war. Mehr Widerlegung gab es meines Wissens nach nicht!
-Kopp wird erwähnt, Ufos, Krebsbehandlungen, alles wird in einen Topf geworfen...
-Mahler taucht natürlich wieder auf, weil der mal bei einer Veranstaltung 2003 im Publikum saß sind wir alle Nazis...
-ein Netzwerk von Verschwörungstheoretikern wird propagiert, das sind die, die selber gerne bei Verschwörungen mitmachen würden...
 
Insgesamt der größte Käse, den man im Deutschen Blätterwald seit dem Spiegel-Dossiers zu Verschwörungstheorien in 2003 und 2006 lesen konnte.
Eindeutig der schlimmste Part der neuen Serie.

Die Sprengung der World Trade Center wird in Kasten auf Seite 77 mit zwei Sätzen abgehandelt: Wie das NIST feststellte, „brachte Feuer  die Twin Towers zum Einsturz. Der Aufprall hätte den nur aufgesprühten Brandschutz  der Stahlträger beschädigt. So konnten die durch das Flugbenzin verstärkten Brände die Tragfähigkeit des Gebäudeskeletts beinträchtigen“. 

Das NIST hatte nicht die Aufgabe, wirklich ergebnisoffen die Einstürze zu untersuchen. Man hat die Aufgabe bekommen, eine mögliche Erklärung zu finden. Und diese hat man dann, nach diversen Input-Fälschungen beí den bis heute unveröffentlichten Computermodellen, dann auch errechnet. Müll-Science. Und es gab natürlich auch Brandschutz auf Stahlträgern, der nicht aufgesprüht war, die Rigips-Verkleidung der meisten innenliegenden Stahlträger wird wie immer "vergessen".

Das war alles! Lächerlich! Als ob man schon ahnen würde, dass jede wirkliche Beschäftigung mit dem Thema "Sprengung der World Trade Center" nach hinten losgehen würde.

Im Artikel „Bloß keine einfachen Wahrheiten“ von Thomas Grüter zähle ich die üblichen 10 Diffamierungs-Pauschalierungs-Pathologisierungsversuche, wobei das eine oder andere doppelt vorkommt.

Damit beschäftige ich mich ausführlich im nächsten Blogeintrag, also mutmaßlich, wenn ich das heute neu erscheinende Buch von Marcus Klöckner bespreche. "9/11: Der Kampf um die Wahrheit".
9/11 Der Kampf um die Wahrheit, Marcus B. Klöckner
Dazu heißt es in einer Pressemitteilung:

Kern des Buches sind umfangreiche Medienanalysen in denen der Autor aufzeigt, wie Leitmedien durch einen fragwürdigen Journalismus versucht haben, die 9/11-Gegenöffentlichkeit aus dem öffentlichen Diskurs zu drängen. 

Qualitätsmedien denunzieren wortgewaltig 9/11-Zweifler
Der Autor stellt dabei in weiten Teilen der Qualitätsmedien fest, dass Medienvertreter gerne ihre eigene Meinung und "Wahrheit" vor die kritische Auseinandersetzung mit dem 11. September und vor die Thesen der Skeptiker stellen. Die Tatsache, dass Leitmedien grundsätzlich die These des "Inside Job", also den Terroranschlag als selbstinszenierten Akt als indiskutabel behandelt haben, bezeichnet Klöckner als "nicht hinnehmbar."

Der Focus reiht sich nahtlos in den Reigen der gleichgeschalteten deutschen "Qualitätsmedien" ein, welche ihr unterirdisches Niveau und ihre üblen, verzerrenden Diffamierungsartikel selbst nach 10 Jahren möglicher Recherche und 10.000 neuen Fakten immer noch gerne zur Schau stellen. Die meinen wohl, sie würden damit irgendwelche Leser erreichen!

Heute abend wird bei CPT in Colorado mal wieder "9/11: Press for Truth" ausgestrahlt: Der Film, den man uns im nationalen TV nicht zeigen möchte. Dabei werden die beiden Macher des Filmes, Ray Nowosielski zusammen mit seinem Co-Produzent John Duffy eine sensationelle Enthüllung verkünden.

Clarke macht in einem Interview direkt Top-CIA-Offizielle für Cover-Up und das protektive Cover der mutmaßlichen saudischen Agenten Az-Hazmi und Al-Midhar verantwortlich!

Vor zwei Jahren hatten sie Richard Clarke, dem Terror-Zar der Clinton-Regierung, für ihr neues Werk über die Rolle von Richard Blee interviewt. Blee, dass war eine der maßgeblichen Instanzen, welche die Weitergabe der Infos über das Treffen in Kuala Lumpur, Malaysia, und die mutmaßlichen Hijacker Al-Hazmi und Al-Midhar verhinderten. Wir hatten diesen Aspekt von 9/11 schon des Öfteren umrissen. 

ClarkeRichard "Dick" Clarke: "I failed you!"

"In einem atemberaubenden neuen Interview, das Truthout zur Verfügung gestellt wurde, welches auf einem lokalen Sender von PBS in Colorado planmäßig heute nacht gesendet werden soll , macht der frühere Terrorismusabwehr-Zar Richard Clarke, zum ersten Mal, explosive Anschuldigungen gegen drei frühere Top-CIA- Offizielle: George Tenet, Cofer Black und Richard Blee. Er beschuldigt sie, Beweise vorm Weißen Haus der Regierungen Clinton und Bush, dem FBI und der Einwanderungs und Verteidigungs-Behörden zurückgehalten zu haben, über zwei der Hijacker, welche gut ein Jahr vor den Anschlägen in die USA einreisten. Darüberhinaus sagt Clarke, die früheren CIA-Offiziellen haben auch ein Cover-Up angezettelt, in dem sie Schlüsselfaktoren über diese Hijacker vor der 9/11 Commission verbargen." 

"Sie kamen damit durch." Richard Clarke

Hier das Interview-Video:


Exklusiver Artikel dazu bei Truthout, von Jason Leopold:

http://www.truth-out.org/former-counterterrorism-czar-accuses-tenet-other-cia-officials-cover/1313071564

Die Aussagen von Clarke bestätigen, was wir vom 9/11 Truth Movement seit Jahren wissen und wie es unten geschildert ist.

"Es gab eine hochrangige Entscheidung, diese Informationen nicht zu teilen"

"Wie hochrangig?"

"Ich denke, sie kam vom Direktor."

Und die Aussagen sind in sich stimmig, die Sache ist zuletzt übrigens auch von Paul Schreyer in seinem Buch sowie von Bröckers/Walther in ihrem Buch aufbereitet worden. Daran ändert auch eine Stellungnahme und Gegendarstellung der drei Beschuldigten nichts. Diese berufen sich wie immer in solchen Fällen darauf, nichts davon gewusst zu haben.  

Joint Statement
from George J. Tenet, Cofer Black and Richard Blee

August 3, 2011

http://www.secrecykills.com/

Schreyer macht die gleiche Rechnung auf wie Clarke: Die CIA hatte oder wollte Al-Midhar und Al-Hazmi als Maulwürfe in der El-Kaida. Auch Clarke erwähnt die Saudi-Connection des Handlers. Auch diese hatten wir zuletzt im Blickpunkt:

http://www.911-archiv.net/Blog/Vanity-Fair-mit-Artikel-uber-9/11-Saudi-Connection-in-der-August-Ausgabe.html

http://www.911-archiv.net/Blog/Neues-US-Buch-legt-zentrale-Rolle-von-Anwar-Al-Awlaki-im-9/11-Plot-nahe.html

http://www.911-archiv.net/Blog/US-Senator-Bob-Graham-schreibt-9/11-Roman.html

Neue Untersuchung, los geht es! Was mehr braucht es noch?

PS: Es dauerte Jahre, bis die Identität von "James", der das falsche FBI-Briefing und die Weglassung der Nachnamen der dem CIA und NSA bekannten mutmaßlichen Terroristen über deren Teilnahme am "Malaysian Summit" machte, über "Rich", "Richard___" oder "Rich B." entlarvt werden konnte. So geheim war das. 

Zur Erinnerung ein Post von mir aus dem Jahr 2009 vom Gulli-Forum, als ich noch keinen Blog hatte:


EDIT: Kevin Fenton hat die Identität von "James" ausfindig gemacht, der Footnote #44 zu verantworten hat.

Es ist Richard Blee.
Auf, liebe Staatsanwälte, wir haben hier einen zentralen Verdächtigen:


As we can see, he built up a very consistent track record: withholding information before 9/11, assassination teams, rendition and torture. Thankfully, it seems he has now left the agency.

http://www.911blogger.com/node/21228


Ganze Geschichte ist ein Must Read!

Background:

http://www.9-11commission.gov/report/911Report.pdf

A press release from the September 11th Advocates reads in part:

"In July 2004, when the 9/11 Commission released its Final Report, we read with enormous interest, Chapter 6 - "From Threat to Threat", including footnote #44. Footnote #44 details an instance where a CIA desk officer intentionally withheld vital information from the FBI about two of the 9/11 hijackers who were inside the United States. This footnote further states that the CIA desk officer covered-up the decision to withhold said vital information from the FBI. Finally, footnote #44 states that the CIA desk officer could not recall who told her to carry out such acts."


Also, um was ging es noch mal ganz konkret?
Um es kurz ins deutsche zu bringen: Zwei der späteren mutmaßlichen Hijacker nahmen Anfang 2000 an einem Terror-Treffen in Malaysia teil, und die Behörden wussten das (wenigstens NSA und CIA, Alec Station, die Bin Laden-Einheit). Al-Midhar und Al-Hazmi, weil deren Telefone im Yemen abgehört wurden.
Sie wussten die vollen Namen der Attentäter und auch, dass sie multiple Visas für die USA hatten und auch deren Ziel: New York.
Was war nun genau das Problem? Das Problem war, das FBI daran zu hindern, diese Erkenntnisse zu teilen. Wie hat man das erreicht?

-Die CIA, Alec Station, hat einen FBI-Mitarbeiter namens Doug Miller. Der fragt schon im Vorfeld an, was es mit den mutmaßlichen Terroristen auf sich hat. Sein "Cable", also ein geheimes Papier, wird aber von seinen Vorgesetzten wiederholt geblockt, so dass das FBI nichts von den Visas erfährt.
-Die CIA, Alec Station, hat einen Agenten namens "James". James brieft das FBI. Angeblich. In Wirklichkeit ist es ein Schein-Briefing, in dem er dem FBI die Nachnamen der Attentäter (Ali Soufan und John O'Neill hätten augenblicklich die Verbindung zwischen USS Cole und geplanten US-Terror herstellen können, was Soufan auch am 12.9.2001 unverzüglich tat!) nicht nennt und ebenfalls wieder die Visas unerwähnt lässt. Nun denkt man beim FBI aber, man wisse alles notwendige und stellt keine Fragen mehr.
-Die CIA, Alec Station, hat einen FBI-Superior namens "Eric", der just zu dieser Zeit an Krebs erkrankt, zurücktreten muss und damit die letzte Chance, das FBI über diese mutmaßlichen Terroristen, die planen, in die USA einzureisen und damit unter die Jurisdiktion des FBI fallen, zu informieren, verliert, weil die anderen FBI-Mitglieder in Alec Station nicht befugt sind, Informationen auf eigene Faust weiterzuverbreiten.

Alle Infos sind hier zu finden:

http://www.historycommons.org/timeline.jsp?timeline=complete_911_timeline&projects_and_programs=complete_911_timeline_al-qaeda_malaysia_summit

Fragen: Warum hat das CIA, Alec Station, Informationen bewusst zurückgehalten, ja sogar ein falsches und unvollständiges Briefing abgehalten, um das FBI zu täuschen? Wer ist "James", auf wessen Befehl handelte er, wer ist "Eric"? Wie heißen die Vorgesetzten, die das "Cable" aus Footnote #44 verhinderten? Warum?
Was ist die Rolle des NSA's in dem Plot, die nachweislich seit 1998 ALLE Telefongespräche eines Gutteils der späteren 9/11 Attentäter abhörte (Yemen-Hub)?

Wir sind hier mal ganz dicht am Täterkreis, denn, auch wenn die "Fallback"-Linie heißen wird, bei Al-Hazmi und Al-Midhar handelte es sich um saudische Geheimagenten, die also für ein befreundetes Regime spionierten, so dass diese unter US-Schutz standen, sind doch die Implikationen enorm: Jemand in der CIA hat bewusst mutmaßliche spätere 9/11 Terroristen mit ebenso mutmaßlichen USS-Cole-Verbindungen vor deren Enttarnung geschützt und in die USA einreisen lassen!
Selbst, nachdem Israel am 22.8.2001 die Namen dieser mutmaßlichen Attentäter telegraphierte, sie endlich auf die nationalen US-Fahndungslisten geschrieben wurden, hatten sie immer noch nichts von ihrem Schutz verloren, konnten sich nicht nur vorher bei einem FBI-Informanten in San Diego einmieten, sondern auch auf ihre echten Namen (trotz falscher Visas) die Karten für die Flüge kaufen und dort mit diesen Namen einchecken, obwohl sie auf der Fahndungsliste standen!

Eine Folter, eine Qual, eine Tortur: Das wird ganz sicher die von Vox erstmals im Mai angekündigte 12-Stunden Doku über 9/11 dieses Jahr werden. Dem Ankündigungstext können wir entnehmen:

"Ein Tag schreibt Geschichte – 11. September 2001“

Vox

Am 10. September 2011, wird der Kölner Sender VOX Television Gmbh eine 12-stündige Dokumentation über die Anschläge des 11. September 2001 zwischen 12:00 Uhr und 24:00 Uhr senden.
...
Diese Sendung wird von Spiegel-TV Autoren Jens Nicolai, Karin Assmann, Nanje Teuscher und Thomas Schaefer zusammengestellt. RTL-Chefredakteur Peter Kloeppel, SPIEGEL-Redakteuren Thomas Hüetlin und Dr. Gerhard Spörl, ARD-Moderatorin Patricia Schlesinger und Buchautor Prof. Dr. Bernd Greiner kommentieren. Das Konzept wurde gemeinsam von dctp.tv, SPIEGEL TV und VOX entwickelt. 

http://kommunikation.vox.de/de/pub/aktuell/i28270_1.cfm

Was daran "entwickelt" sein soll, ist mir rätselhaft, ist doch nur das Wiederkäuen einseitiger und propagandistischer Ammenmärchen zu erwarten. Sechs Spiegel-Leute, 1 Mal ARD, 1 Mal RTL, und als einzigen Fernseh-Redaktions-Fremden ausgerechnet Prof. Bernd Greiner, das war der mit seinen Lügenmärchen über angeblich widerlegte Verschwörungstheorien. Geht's noch? Schlimmer ist wohl nur noch die BBC, die irgendeinen dummen Überläufer präsentieren will, anstatt mal die Wissenschaftler oder Architekten und Ingenieure, die ihre Zweifel belegen können.

Ich hatte übrigens frühzeitig Recherche- und Kontakthilfen angeboten, eine Reaktion gab es wie immer- natürlich nicht. Ich werde daher gerne die für uns relevanten Themen besprechen, also in ihre Einzelteile zerlegen, um mal zu schauen, wie aufwendig recherchiert wirklich wurde. Wie die letzten Jahre beim ZDF.

Bis dahin können wir nur spekulieren, warum ausgerechnet Vox dieses Jahr diese Antiwahrheitsstrafexpedition machen muss. OK, man arbeitet sowieso mit dctp.tv zusammen.  Aber mutmaßlich liegt es eher an zwei anderen Faktoren: Zum Einen hat Vox die letzten Jahre mit überaus erfolgreichen Quoten 9/11 Mysteries gezeigt, als einziges deutsches Medium (neben DMAX), zum Anderen war es genau dieser Ausstrahlung zu verdanken, dass Oliver Janichs Chefredakteur beim Focus Money letztes Jahr im Januar und September die Erlaubnis erteilte, dessen Artikel durchzuwinken (die Infos dazu wurden wie alles in diese Richtung aus dem Netz getilgt, bei Focus Money findet man null Hinweise, dass die beiden Artikel jemals erschienenen sind!). Wir hatten bereits mal auf die wichtigsten zensierten Artikel aufmerksam gemacht.

Strafexpeditionen seitens des Spiegels wären ja nun wirklich keine Überraschung mehr, siehe Wisnewski und Janich

Übrigens kommt nächste Woche das Buch "9/11: Der Kampf um die Wahrheit" vom Journalisten Marcus Klöckner heraus, der genau solche unfreinen, unsachlichen Medienabhandlungen selbst untersucht. Ich werde das Buch natürlich besprechen und hoffentlich auch wieder ein Interview dazu führen können!

Ein Thema, was ich schon öfter angekündigt hatte, ist ein anständiges NIST-Review. Das NIST, ausgesprochen: National Institute of Standards and Technology, ist eine US-Zertifizierungsbehörde, welche dem US-Handelsministerium unterstellt ist. Diese Behörde hat die Einstürze der drei Gebäude in New York am 11.09.2001 untersucht- oder besser: halbgare und unwissenschaftliche Manöver erfunden, um vom Offensichtlichen abzulenken und die bereits seit Beginn feststehende Nichterklärung zu bestätigen. Dafür wurde das gesamte Spektrum unwissenschaftlichen Arbeitens bemüht. Dafür können die mitarbeitenden Wissenschaftler eher weniger, sondern das ist der politischen Ausrichtung durch die Leitung geschuldet. Ich denke, ein anständiges NIST-Review der mehreren zehntausend Seiten, die vorgelegt wurden, würde selbst 1.000 Seiten stark- mindestens. Daher ist nicht verwunderlich, dass es so etwas noch nicht gibt. In deutscher Sprache eh nicht. So weit mir bekannt bin ich der einzige überhaupt, der teilweise NIST-Kritiken in die deutsche Sprache übersetzt hat. Unsere Medien haben die Ausführungen des NIST immer als Gospel akzeptiert, nichts hinterfragt und auch niemals Kritik am Report geübt.

Nist Going Down


In dieser mehrteiligen Serie werde ich die größten Lügen, Täuschungen, Irreführungen, unwissenschaftlichen Methoden etc. herausarbeiten. Nicht an die Sprengungshypothese zu glauben bzw. die Beweise dafür zu schwach zu halten, ist das eine. Das andere ist zu erkennen, wie lächerlich die offiziellen Berichte in Wirklichkeit sind- und daraus die passende Schlußfolgerung zu ziehen. Los geht es mit Teil 1: Administratives. In Teil 2 wird es um Experimentelles gehen. In Teil 3 um die größten Lügen, Fälschungen, Auslassungen.

„Abgesehen von dem marginalen Nutzen durch eine dreitägige Sichtung der Orte, an denen man die Beweise besichtigen konnte, durchgeführt von einigen ASCE-Untersuchungs-Ausschussmitgliedern, welche durch eine nahe Quelle als „Touristen-Ausflug“ beschrieben wurde – scheint niemand die Beweislage zu prüfen. So sieht es aus. Wenn es so weitergeht, wird die Ermittlung der Feuer und der Einstürze des World Trade Centers in nichts anderem als einer Papier- und Computer-generierten Theorie enden.“ Bill Manning. 4. Januar 2002. Fire-Magazin-Herausgeber, und Macher des TR-76-Reports zum Anschlag auf das WTC 1993.

Nirgendwo wird man es präziser und knapper finden, was nach dem 11.09.2001 in New York ablief. Niemand untersuchte irgendetwas, bis alles Beweismaterial vernichtet war, um dann computergenerierte Theorien zu entwickeln. Eigentlich braucht man schon gar nicht mehr weiterlesen, an dieser Stelle. Folgen Sie mir bitte dennoch bis zum Ende. Damit nie wieder irgendein Hoschi sagen kann: Aber das NIST hat...

Von der Nicht-Untersuchung...

Die Brände, und vor allem die Einstürze der drei Gebäude, machen diese Feuer zu den bedeutensten Ereignissen in der Geschichte der menschlichen Hochbau-Konstruktion. Und niemand untersucht irgendetwas? Beweismaterial wird einfach vernichtet? Wie konnte das passieren? Da es in den USA und New York sehr wohl technische Einrichtungen wie die Feuerwehr,  die FEMA oder eben das NIST gibt, oder sonst auch das FBI, kann die Antwort nur lauten: Es war politisch so gewollt.

„Haben sie die verschlossenen Türen vom Triangle-Shirtwaist-Feuer weggeschmissen? Haben sie die Gasflaschen weggeschmissen, die beim Happyland-Social-Club-Feuer Verwendung fanden? Haben sie die Druck-regulierenden Ventile vom Meridian-Plaza-Feuer achtlos entsorgt? Natürlich nicht!
Aber im Wesentlichen ist es das, was man beim World Trade Center macht.
Seit mehr als drei Monaten hat man den strukturellen Stahl des World Trade Centers abgeräumt und als Schrott verkauft, und man macht es weiter. Wichtige Beweismittel, welche viele Fragen über die Praxis des Designs von Stahlskelett-Hochhäusern unter Feuerbedingungen beantworten könnten, sind auf dem Weg nach China, und vielleicht nie wieder in den USA zu begutachten, außer wenn man nächstes Jahr ein neues Auto kauft.
„Solch Vernichtung von Beweismaterial zeigt eine erstaunliche Ignoranz der Regierungs-Offiziellen in Bezug auf den Wert einer ernsthaften, wissenschaftlichen Untersuchung des größten Feuer-induzierten Kollaps in der Weltgeschichte. Ich habe sämtliche Brandschutzrichtlinien unseres Landes durchgesucht, in der NFPA 921, aber nirgendwo gibt es eine Ausnahme, wo man die Vernichtung von Beweismitteln für Gebäude, die höher als zehn Stockwerke waren, erlaubt." Bill Manning, Quelle wie oben

Wenn es in New York oder in den USA brennt. Was passiert anschließend? Richtig, es wird die Ursache ermittelt. Wie wohl überall auf der Welt. 

In New York macht das üblicherweise die Feuerwehr. Nötigenfalls auch das FBI.

Natürlich werden alle Brände zentral erfaßt und bewertet, dafür gibt es das National Fire Incident Reporting System. Dabei stellt man beispielsweise fest, dass es allein im Jahr 2006 in den USA ungefähr 31.000 Fälle von Brandstiftungen als Versicherungsbetrug gab. 

Nun: Die New Yorker Feuerwehr hat die Brände in den drei World Trade Center-Hochhäusern nicht untersucht, hätten sie es getan, wüssten wir davon. Was sie getan haben, ist zusammen mit McKinsey einen Report ihres Einsatzes zu erstellen, um evtl. Schwächen in diesem zu erkennen, um geeignete Rückschlüsse zu ziehen. Lobenswert- aber die Feuer wurden nicht untersucht. Warum eigentlich nicht? Brandstiftung war es im weiteren Sinne schon: Nur das keine Bombe oder anderes Brandbeschleunigungsmaterial eine Rolle spielte, jedenfalls in der staatsoffiziellen Version. Sondern Boeings.

Warum also nicht? Diese Frage ist äußerst interessant. Weil es ein Terroranschlag war? 

Darin könnte ein Teil der Antwort stecken. Wir können zum Beispiel in der Einleitung zum WTC-TR76-Report zum Anschlag 1993 lesen:

Under unusual circumstances the Fire Administration is sometimes not able to conduct an investigation after a major fire. Such was the case with the tragic, massive emergency of the World Trade Center explosion and subsequent fire and evacuation in New York City in February of 1993 because of the criminal investigation following the incident and involvement of other Federal as well as State and local agencies in that investigation.

Unter ungewöhnlichen Umständen ist die Feuerverwaltung manchmal nicht in der Lage, eine Untersuchung nach einem Großfeuer durchzuführen. Wegen einer Kriminalfall-Untersuchung und der Beteiligung diverser staatliche wie auch lokaler Behörden in dieser Ermittlung. So war es 1993. Nur: Der Report selbst ist ja Beweis dafür, dass tatsächlich eine technische Analyse stattfand, und zudem auch das FBI ermittelt hat. Was wir ja auch dank Dr. Frederic Whitehurst wissen (er war Chef-FBI-Bomben-Forensiker und weil er ausplauderte, dass die 1993 FBI-Untersuchung politisch indoktriniert wurde, musste er zurücktreten- vor Gericht konnte er nachweisen, dass seine Kollegen im Labor Urin nicht von einer AMFO-Bombe unterscheiden konnten!)

Aber: Vom FBI gibt es 2001 keine Ermittlung. Denn es wäre bekannt, hätte es eine gegeben. Das FBI war zwar vor Ort, wie wir in einer LIRO-Meldung lesen können:

The site is guarded and controlled by a large complement of agencies and personnel: NYC Police, Port Authority Police, New York State Police, National Guard, FBI, ATF, CIA, U.S. Army Corps of Engineers, FEMA, and many others

http://www.apfn.org/pdf/lironews.pdf

 

Viele Köche verderben den Brei? Das FBI war wohl vor allem wegen der Opfersuche- und Identifikation anwesend. Warum gab es keine FBI-Ermittlung?

Untersuchung worauf?

Weil es kein Kriminalfall war? Natürlich war es das.

Am Ende bleibt nur: Boeing schlägt alles. Als Trumphkarte.

Denn 2001, für die Zwillingstürme, schien die Brandursache klar: Die in die Türme fliegenden Boeings waren verantwortlich. Konnte ja auch jeder sehen. Muss man nicht mehr untersuchen, wenn die Brandursache bereits feststeht... Was ist dann aber mit WTC 7, welches auch gebrannt hat, wobei bis heute nicht geklärt wurde, wie diese Brände entstehen konnten?

Abgesehen von dem politischen Unwillen und daraus resultierende fehlende Budgets bleibt nur die einmalige Kombination aus Flugzeugeinschlägen und Einstürzen, die nicht untersucht werden müssen, weil ja eh von Anfang an alles klar war.

"Wir wissen, warum sie fielen. Weil Sie zwei Flugzeuge in die Türme flogen." Michael Burton, DDC.
http://www.historycommons.org/context.jsp?item=a091101scrapsteel#a091101scrapsteel

...über die kriminelle Beweismittelvernichtung...

Die eine Seite der Medaille war die Nichtuntersuchung, das Fehlen jedweder kriminal-Ermittlung. Die andere Seite ist die kriminelle Beweismittelvernichtung.

Dass New York aufgeräumt werden musste, ist klar und ersichtlich. Aber wer hat eigentlich verfügt, wann es losging und was mit dem geräumten Material passierte? Allein das ist schon äußerst interessant und eine eigene Untersuchung wert!

Kenneth Holden, mit seinem Vertreter Mike Burton, Chefs der erst Jahre zuvor gegründeten Department of Design and Construction (DDC), betraten am 11.September die Szenerie und „taten, was getan werden musste“: Wir waren da, niemand sagte ‚nein’, also machten wir weiter, erklärte Holden. Gemeint ist der Abtransport („clean up“) der Trümmer. Noch am Nachmittag wurde das gesamte Gelände in vier Quadranten aufgeteilt, wobei WTC 7 als eine „stand-alone“ Operation deklariert wurde.

Eigentlich war es so, dass gemäß New Yorker Notfallpläne das "Department of Sanitation" für etwaige Müllbeseitigung zuständig wäre. Bei anderen Katastrophen, wie etwa dem oben schon erwähnten Oklahoma-Bombing, hat man die Maßnahmen rasch nationalisiert unter Aufsicht der FEMA und des Army Corps of Engineers.

Laut William Langewiesche soll es keinen bestimmbaren Punkt gegeben haben, welcher den Einsatz des DDC legitimiert hätte. Es gab mehr eine seichte Änderung der Verantwortlichkeiten, in dem man diese gewähren ließ. Dies war nicht gerechtfertigt, weder von bürokratischer Seite aus, noch von politischen Überlegungen. Bürgermeister Giuliani soll in einer Sitzung hinter verschlossen Türen Bilder mit der vorherigen Aufteilung der Aufgaben in den Müll geschmissen haben. 

Holden wurde übrigens 1999 von Giuliani ernannt und trat 2003 von seinem Amt zurück.

Man hat zuerst das Material abgefahren und auf Mülldeponien gelagert. Hauptziel der Operation war es, Leichenteile zu bergen. Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen. Es gibt Bilder, auf denen man sehen kann, dass der Zugang dorthin strengstens limitiert war.

Schon am 28. September waren 130.000 Tonnen Trümmer vom Ground Zero entfernt worden, das meiste davon Stahl.

Und Holden erhielt die Erlaubnis, den Stahl nach New Jersey zu schaffen, nachdem Fresh Kills voll war, von wo aus der nach Übersee verkauft wurde. In seiner Aussage vor der 911-Commission  ist eindeutig zu lesen: er erhielt "verbal permission", die mündliche Erlaubnis dafür. Aber von wem? Und wieso mündlich? Muss das niemand schriftlich anordnen? 

Throughout the operation, finding survivors, and then later human remains, was always a priority. But to do that we had to be able to remove the debris and steel. Cooperation between Federal, State and City agencies was especially crucial in setting up bargaining operations at Piers 25 and 6, to handle the staggering amount of steel and other debris that had to be removed from the site. The Fresh Kills Landfill, which was closed, was re opened and mobilized to accept the steel and debris from the site. Steel and debris from the site was sent to Fresh Kills where it was examined and sifted. As the Department of Sanitation could no longer handle the steel with their existing equipment, and our engineers thought the steel would destabilize the landfill, DDC received verbal permission to ship the steel to New Jersey. By the end of June 2002, an astounding total of over 1.6 million tons of steel and other debris were removed from the site.Kenneth Holden

http://www.9-11commission.gov/archive/hearing1/9-11Commission_Hearing_2003-04-01.htm

Das auch schon damals die Frage wichtig war, sieht man an dieser Aussage vom späteren Bürgermeister Bloomberg:

New York authorities' decision to ship the twin towers' scrap to recyclers has raised the anger of victims' families and some engineers who believe the massive girders should be further examined to help determine how the towers collapsed. But New York Mayor Mike Bloomberg insisted there are better ways to study the tragedy of September 11.
"If you want to take a look at the construction methods and the design, that's in this day and age what computers do," said Bloomberg, a former engineering major. "Just looking at a piece of metal generally doesn't tell you anything." eastday.com, 24.01.2002

http://www.china.org.cn/english/2002/Jan/25776.htm

Wie schon gesehen, widersprechen dieser Auffassung Experten wie Bill Manning. Eine zukünftige reale kriminaltechnische Ermittlung hat hier gute Ansatzpunkte, herauszufinden, wer seine Kompetenzen überschritten hat und wer die kriminelle Beweismittelvernichtung befohlen oder gebilligt hat.

“Unten war es immer noch so heiß, dass geschmolzenes Metall die Seiten der Wand von Gebäude 6 entlanglief.” Aussage Kenneth Holden vor der 9/11 Commission, 01.04.2003

...zu den "Ermittlungen"

Nun ist es nicht so, dass gar keine Dokumentation oder Ermittlung stattgefunden hätte. Die Fragen nach WANN, WIE, WER, IN WELCHEM UMFANG sind dabei entscheidend. 

Die ASCE war augenscheinlich die einzige Institution, welche überhaupt von Anfang an darauf erpicht war, Untersuchungen anzustellen. Man bat Ingenieure, freiwillig und ohne Vergütung, erste, keinesfalls zu einer Komplettstudie reichenden Untersuchungen durchzuführen. Zum Ground Zero durfte man nur die oben erwähnte Besichtigungstour machen. Weiterereichende Befugnisse hatte das ASCE nicht. Auch nicht nach Einbindung der FEMA in die Untersuchung.

ASCE also invited FEMA to join the investigation, which later became a joint ASCE-FEMA effort.

http://en.wikipedia.org/wiki/W._Gene_Corley

 

Man gewährte lediglich diversen Ingenieuren Zugang zu Fresh Kills und anderen Müllhalden. Um die 150 Artefakte des Stahls wurden geborgen, identifiziert und größtenteils für weitere Untersuchungen archiviert. Natürlich ein lächerlich kleiner Teil an der Gesamtmenge des Stahls. Man sagt selbst, dass wohl die meisten Stahlteile von der Einschlagszone gleich zu Beginn abtransportiert wurden, da diese im Trümmerfeld oben lagen. Dennoch hat man im März und April 2002 noch einige Ladungen Stahl aus höheren Etagen hereinbekommen.  Insgesamt hatte die sich aus dieser Untersuchung am Ende zusammengesteller ASCE-FEMA-Studie ein Budget von 600.000 Dollar. Leiter war wie 1995 beim Oklahoma Bombing Gene Corley. 

Dabei war früh klar, dass der Stahl ultrahocherhitzt wurde. Sowohl durch die Aussagen, zu sehen in 9/11 Mysteries ab Zeitindex 1.17.01, als man sich über den Zustand des Stahls auf Fresh Kills wundert:

Verbogen, deformiert, ohne Risse.
Arbeiter: Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass dies tatsächlich auf Grund der Größe verbogen wurde und wie es keine Risse gibt. Es verbog sich fast ohne jeden Riss. Es benötigt tausende Grad (Fahrenheit) um Stahl so zu verbiegen."
Architekt Mark Wagner:
"Typischerweise haben sie Knicke und Abrisse auf der Spannungsseite- aber da gibt es überhaupt keine Knicke."
Architekt Bart Voorsanger:
"Architekten, Ingenieure, Leute, die mit Stahl arbeiten, Schweißer, haben noch niemals solch Ausmaß an Zerstörung und Deformation dieses Materials in unseren Leben gesehen."
http://www.scribd.com/doc/53791197/9-11-Mysteries-Transcript

Als auch an den Aussagen von Dr. Abdolhassan Astaneh-Asl erkennbar. Selbst Stahl  40. Stockwerke unter der Einschlagszone wurde extremen Temperaturen ausgesetzt. Hier hätten alle Alarmglocken schrillen müssen, doch damals passte es noch gut zu der teilweise immer noch zu hörenden "heiße Infernos waren verantwortlich"-Hypothese, obwohl kein Büro-Kerosinfeuer der Welt Stahl hätte so zusetzen können. Hier hätte sofort eine kriminaltechnische Ermittlung eingeleitet werden müssen! 

Der Abschlußbericht der FEMA/ASCE erschien im Mai 2002. Da es keinerlei staatsanwaltschaftliche Befugnisse seitens der Untersuchenden gab, bekam man beispielsweise auch nicht sofort an die detaillierten Bauzeichnungen. Erst zu einem späten Zeitpunkt, ca. März 2002, erhielt das Team Zugriff darauf, musste aber dafür unterschreiben, dass man diese nicht gegen die Port Authority verwenden würde.

Der FEMA/ASCE-Report ist daher in vielen technischen Details ungenügend- und in manchen ironischerweise weit besser als der spätere NIST-Report. Doch dazu in den kommenden Teilen mehr. 

Der NIST-Report

Der FEMA/ASCE-Report war in seinen Schlußfolgerungen beispielsweise zu WTC 7 sehr wage. Man hat außer einem Stahl-SEM-Test keine weiteren Tests durchgeführt. 

Gene Corley sagte vorm US-Parlament, dass eine gescheite WTC-Stahl Untersuchung 40 Mio. Dollar kosten würde. 

Einige Politiker waren unzufrieden mit dem Chaos, welches sich aus dem politischen Unwillen einer echten Untersuchung ergab, und machten das, was sie immer tun: Neue Gesetze formulieren. 

"Where does the buck stop on this investigation?" asked Rep. Anthony Weiner (D-Brooklyn). Weiner's query was followed by a round of conflicting testimony by officials from FEMA and other federal agencies about exactly who is in charge of the inquiry. Rep. Sherwood Boehlert (R-Utica), chairman of the committee, said the confusion points to a need to define which agency will take the lead in investigating future collapses. "No one is sure what powers the federal government can exercise. No one is sure of the scope of the investigation," he said. "That has to be fixed right away." Boehlert's committee is expected to recommend the creation of a group like the National Transportation Safety Board, which investigates plane and railroad crashes.

http://911research.wtc7.net/cache/wtc/evidence/dailynews_wtcprobeills.html

Niemand sei sicher gewesen, wer nun die führende Rolle in einer solchen Untersuchung hätte (sprich: wessen Budget dafür nun hätte herhalten müssen), und daher müsse man in Zukunft eine Gruppe ähnlich dem NTSB schaffen, welches Flugzeug- und Bahnunglücke untersuche.

Das NTSB, das National Transportation Safety Board, ist eine unabhängige Behörde, welche Flugzeugunglücke - oder Unfälle in den USA untersucht und aus den Erkenntnissen neue Regeln ableiten darf, die dann auch Gesetz werden können. Beim 11.9.2001 war diese Behörde übrigens nicht selbst tätig, die Verantwortung wurde vom US-Staatsanwalt auf das Justizministerium übertragen, das NTSB hat daraufhin diesem und dem FBI nur zugearbeitet, daher gibt es auch keine NTSB-Unfall-Protokolle der 4 zerstörten Flugzeuge. 

Ursprünglich dem Handelsministerium unterstellt, nahm man diese als Vorbild, wie eine neue Gruppe dem NIST und damit ebenfalls dem Handelsministerium unterstellt werden sollte. 

Warum dies notwendig war, ist mir unklar. Denn, 1995, zum sogenannten Oklahoma-Bombing des Alfred P. Murrah Gebäudes heißt es:

Corley led the Building Performance Assessment Team (BPAT), which conducted an investigation of the structural performance of the Alfred P. Murrah Federal Building in Oklahoma City, following the bombing there in 1995. The BPAT was established three weeks after the bombing, which involved the American Society of Civil Engineers, as well as representatives from the Federal Emergency Management Agency (FEMA), the United States Army Corps of Engineers, the General Services Administration, and the National Institute for Standards and Technology.

Also auch ohne gesonderte Gesetze war das NIST bereits in solchen Untersuchungen involviert.

Warum bedurfte es dann 2002 den sogenannten National Construction Safety Acts, um das NIST zu mobilisieren? War das vielleicht nur Augenwischerei, um von diesen Sachverhalt abzulenken? Der Handelsminister hätte doch einfach nur verfügen müssen, ein Budget dafür zu Verfügung zu stellen.  Übrigens war das damals Donald Evans, ein enger Freund und Vertrauter von George W. Bush.

Das NIST: ist nicht selbstständig, und dazu eine "non-regulatory" Behörde. Sie hat einen Chef, kein Gremium mit mehreren, gewählten und selbstständigen Mitgliedern, sondern einen vom US-Präsidenten persönlich ernannten und vom US-Senat zu bestätigenden Kandidaten für dieses Amt.

George W. Bush bestimmte Arden Bement im Oktober 2001 zum neuen Leiter des NIST. In der Vorstellungsrede für den Senat hat Senator Ron Wyden gleich mal erläutert, welche Rolle diese Nominierung zu erfüllen hat:

Today the Committee will hold a hearing on the nominations of Chief R. David Paulison to be U.S. Fire Administrator and Dr. Arden Bement to be Director of the National Institute of Standards and Technology. Each of these individuals, I believe, will be confirmed, because they are very qualified and are going to play a critical role in our war against terrorism. Obviously, science is getting increasingly important as it relates to America's national security. Since the attacks on September 11th and the anthrax scares of the past several weeks, it is clear that our science and technology can, in fact, be used against us.
http://www.gpo.gov/fdsys/pkg/CHRG-107shrg87380/html/CHRG-107shrg87380.htm

Interessanterweise kommt Bement von der Uni Purdue, welche mehrere Gefälligkeitsgutachten für die staatsoffizielle Version machte, darunter später einen animinierten Trickfilm, der von der versammelten Journaille als endgültiger Beweis gegen alle Verschwörungstheorien abgefeiert wurde.

Zum Unterschied: Diesen Pflichten obliegt die gegenteilige Organisation, die "regulatory agency"

-Transparenz der Informations- und Entscheidungsprozesse
-Verfahren der Konsultation und Partizipation
-Anforderung, dass Administratoren ihre Handlungen begründen
-Anforderung, dass Administratoren Prinzipien folgen, die nicht willkürliche Entscheidungen begünstigen
-Regelungen für die Überprüfung von Verwaltungsentscheidungen durch Gerichte oder sonstige Einrichtungen

http://en.wikipedia.org/wiki/Regulatory_agency

Warum es dem NIST überstellt wurde, solcherart Ermittlungen durchzuführen, wird schnell klar, wenn man sich die Details des Gesetzes anschaut.

-Das Gesetz legt ausdrücklich fest, dass NIST nicht berechtigt ist, die Änderung von Bauvorschriften, Normen und Praktiken zu fordern. NIST ist keine Aufsichtsbehörde, so dass es nicht bestimmen kann, welche Gebäude- und Brandschutzvorschriften, Normen und Praktiken, von staatlichen und lokalen Regierungen übernommen werden.

-Als Nicht-Regulierungsbehörde berücksichtigt das NIST keinerlei Erkenntnisse über Schuld, Verantwortung, oder Fahrlässigkeit. NIST neue Pflichten ändern diesen Ansatz nicht.

-Kein Teil eines Berichts aus einer solchen Untersuchung kann als Beweis zugelassen werden in irgendeiner Klage oder für Schäden, die aus einer Sache in einem solchen Bericht erwähnt werden.

http://www.nist.gov/public_affairs/factsheet/constructionact.cfm

-Weil das NIST keine Regulative- oder Vollzugsrechte nach diesem Gesetz hat, kann die Agentur auch nicht zivil- oder strafrechtliche Ermittlungen ersuchen
National Construction Safety Team Act | eHow.com http://www.ehow.com/facts_7389902_national-construction-safety-team-act.html#ixzz1UJjDjnFy

-Eine Einleitung einer kriminalistischen Untersuchung wäre zusammen in Übereinstimmung zwischen dem NIST-Direktor und dem Generalstaatsanwalt möglich, dann sollen die Aufgaben an entsprechende Ermittlungsbörden abgegeben werden. (4.3)

-Und: sollte irgendetwas die öffentliche Sicherheit gefährden, ist es dem Direktor erlaubt, die Information geheim zu halten. (7d)

http://www.nist.gov/public_affairs/factsheet/upload/hr46871.pdf


Unter diesen Umständen war die Untersuchung zum Geschehen in New York komplett unter Kontrolle der Bush-Familie und dankbaren Freunden- bei einer Behörde ohne Befugnisse und ohne Eigenständigkeit. So ist es dann auch kein Wunder, dass man die Aufgabenbeschreibung streng im Sinne der staatsoffiziellen Version deutete- und such damit auch noch damit streng an das Gesetz hielt, welches extra dafür geschaffen wurde.

Dies ist der Abschlußbericht des NIST bezüglich der Klärung der Zerstörungen des World Trade Centers, die Ergebnisse einer Untersuchung, die unter dem Gesetz des Nationalen Bau-Sicherheits-Team gemacht wurden. Dieser Report beschreibt, wie die Flugzeugeinschläge und daraus resultierende Feuer zu den Einstürzen der Gebäude führten, nachdem die Terroristen mit Kerosin gefüllte Verkehrsflugzeuge in die Gebäude flogen. Es untersucht, ob die Schäden groß oder gering waren, dazu untersucht es die Evakuierung der Gebäude and die Notfallmaßnahmen, welche Prozeduren und Praktiken beim Planen, Bauen, Betrieb und Wartung der Gebäude verwendet wurden, und geht in Bereiche aktueller Gebäude- und Brandschutzvorschriften, Standards und Praktiken, die eine Neubestimmung erfordern.

Damit war auch der sogenannten "Bush-Science", dem Diktat der Politik untergeordnete Wissenschaft, gegen die schon hunderte Wissenschaftler protestiert hatten, Tor und Tür geöffnet.

Im nächsten Teil geht es weiter mit "Experimentelles". Da werden die Lügen so richtig offensichtlich!


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