Mir liegen keine Staubproben vor und das habe ich auch nie behauptet. Ich stelle nur sachlich fest, dass Harrit et al. die Grenzen ihrer eigenen Methode allem Anschein nach nicht kennen. Und dass sie Methoden, die als Standardmethoden ganz schnell meine These vom Tonmineral hätten widerlegen können, nicht angewendet haben. Ich persönlich habe genug Tonminerale im Rasterelektronenmikroskop gesehen um die verblüffende Ähnlichkeit der Plättchen aus dem Staub mit handelsüblichen Tonmineralen zu erkennen. Sollte man mir eine Probe besagten Materials geben, könnten wir das gerne mal mit einer schnellen Untersuchung am Pulverdiffraktometer überprüfen.
http://amphibol.blogspot.com/2010/02/wie-sich-verschworer-selbst.html
nachdem er hier seine kleine Polemik zur Studie verfasst hatte und diese von mir kommentiert worden war. (PS: In der nächsten Ausgabe des Schweizer Mysteries-Magazins will man sich dieser Polemik widmen, ebenso dazu Prof. Harrit interviewen- da sind wir mal gespannt!)
Es gibt von den Wissenschaftlern und Autoren der Studie Bedingungen. Ich würde sie eher Auflagen nennen. Sowohl von den Wissenschaftlern, als auch von mir, wie ich mir das vorstelle.
Hier im einzelnen die Auflagen von Harrit et al:
- all conversation and publishing will be done in English
Jedwede Konversation über die Arbeit mit den Wissenschaftlern und auch eine evtl. Veröffentlichung in englischer Sprache. Ein Selbstgänger, da Englisch heute DIE Wissenschaftssprache überhaupt ist und zudem auch alle Wissenschaftler der Studie diese (und keine andere) Sprache verstehen und sprechen können.
- primer paint analysis will be performed before actually handing out the dust probe, so that we can countercheck the methods used and to facilitate the differentiation of red/gray chips from paint chips
Bevor wir eine Probe des Staubs mit zündfähigem rot-grauen thermitischen Material bekommen, sollen wir erst einmal eine Analyse an Rostschutz-Voranstrich-Farbe im WTC-Staub durchführen.
Dies hat vor allem zwei Gründe:
- Sehen die Wissenschaftler der Studie so, wie ernst wir es meinen, sie können sich ein Bild davon machen, wie wir vorgehen werden, welche Untersuchungsmethoden- und Geräte wir anwenden usw.
- Wird damit gleich ein Referenztest im Vergleich zu den rot/grauen Chips geschaffen, weil sich bis heute das Gerücht hält, es würde sich um einfache Farbreste handeln, was so ausgeräumt werden kann. Konkret am Zinkanteil, der die rostschutzschützende Eigenschaft hat, den man in diesen finden muss.
- information regarding what analysis the GRT will perform (SEM/XEDS? DSC?)
Man möchte informiert werden, welche Untersuchungs- und Analysemethoden zum Einsatz kommen. Die Wissenschaftler sind nach der kleinen Polemik von Dr. Gunnar Ries am Zweifeln, ob er überhaupt das richtige Equipment hat, wenn er davon spricht, dass solche feinen Bilder gar nicht möglich gewesen wären (was immerhin die Hälfte seiner Polemik einnimmt!)
- task description of how to proceed to find right chips and fresh surfaces -- to be followed for the dust sample
Sofern wir die Staubproben haben, müssen wir eindeutigen Vorgaben genüge tun, was und wie zu verfahren ist, um die rot/grauen Chips zu isolieren und dann anhand frischer Bruchkanten zu analysieren. Eine einfache Methodik-Vorgabe, damit es nicht zu Fehldeutungen kommt, was im Staub genau beprobt werden soll.
- review and knowing where to publish beforehand
Man möchte die Arbeit vor einer Veröffentlichung begutachten und wissen, wo es veröffentlicht wird.
- no publishing on JREF
Als einzige negative Bedingung verbittet man sich eine Veröffentlichung auf dem Clown-Forum von James Randi, auf Grund vorheriger schlechter Erfahrungen. Kann ich nachvollziehen. Da drehen sehr viele Con-Artisten ihre Runden...
Ich halte diese Bedingungen für fair und sie zeigen eindeutig, dass man sehr wohl gewillt ist, echten Wissenschaftlern Zugang zu den Proben für eine experimentellen Wiederholung und damit Verifikation oder Falsifikation der Testergebnisse / Hypothesen zu ermöglichen, sich gleichzeitig aber davor schützt, dass einfach irgendwer irgendetwas mit den Proben macht und irgendetwas behauptet. Intelligent schützt, dazu.
Bitte, wer an dieser Stelle diese Minimal-Bedingungen ablehnt, hat von wissenschaftlicher Arbeit und den Möglichkeiten zur Manipulation einfach keine Ahnung. Stichwort Climagate sage ich da nur.
Und da ich zugesagt habe, dass wir hier in Deutschland dafür garantieren, dass weder in die eine noch in die andere Richtung manipuliert wird, habe ich vor, ein wissenschaftliches Panel einzurichten, aus der beide Seiten ihre Vertreter schicken können, damit alles überwacht wird und mit rechten Dingen zugeht.
Dr. Jens Wagner, Arzt, mit chemischer Grundausbildung und Laborkenntnissen, überlegt gerade, ob er mitmacht. Er hat großes Interesse, ist aber bald noch vorsichtiger als Harrit et al selber. Weil er weiß, was alles möglich ist und was hier auf dem Spiel steht- für beide Seiten. Wie auch immer man dazu steht, dieser Weg muss m.E.n. gegangen werden.
Andere Vorschläge und Initiativen, wer mit zum Panel gehören sollte, möglichst Nano-Spezialisten, Chemiker, auch Elektronen-Mikroskop- und sonstwie Laborerfahrende Menschen sind gerne willkommen.
Ich werde dem Panel als "Secretary" beistehen, im Grunde mache ich das ja schon die ganze Zeit. Wie gesagt habe ich auch kein Problem damit, "Skeptiker" der Studie mit aufzunehmen. Wir wollen maximal mögliche Transparenz, um jedweden Manipulationsverdacht schon im Vorfeld auszuräumen!
Und dann warte ich auf die Antwort von Dr. Gunnar Ries, ob er weiterhin bereit ist, den Staub zu beproben, auch wenn das nun mal nicht "so eben schnell" möglich ist, sondern genau geplant und überwacht nach bester wissenschaftlichen Methodik.
An verbürgten, authentischen Referenz-Proben.
Sofern er es nicht mehr sein sollte, fordere ich jeden anderen ernsthaften Wissenschaftler heraus, möglichst in Norddeutschland wohnhaft, sich dieser Challenge zu stellen, nachdem ich so harte Verhandlungen geführt habe, um an den Staub zu kommen!
Bitte, hier habt Ihr die Chance, endlich beweisen zu können, ob das alles Erfindung ist oder ob doch etwas dran ist.
Vielen Dank an dieser Stelle an alle Unterstützer und Helfer, vor allem, was die Kommunikation in englischer Sprache angeht, sowie was konkrete Überlegungen betrifft, wie man das ganze aufziehen sollte.
PS: Bis heute hat sich keiner derjenigen, die die Harrit et al Studie schlecht gemacht haben, bei mir gemeldet, um zu helfen oder sich nach dem Fortschritt zu erkundigen. Als einziger hat User HeinWind im Gulli-News-Forum mal zaghaft angedeutet, dass er meine Bemühungen für eine Verifizierung / Falsifizierung begrüßt.
DAS ist Wissenschaft! Das sage ich schon seit bald einem Jahr! Warum hat es überhaupt so lange gedauert, bis eine konkrete Falsifizierungsmöglichkeit in Angriff genommen wird???
Diese Frage stelle ich mir schon seit Mai letzten Jahres! Selbstentlarvend?
Bring'them on.



