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26 Sep 2010

Reaktionen auf Ahmadinedschads Rede

Es ist mal wieder typisch- unsere Medien können nicht einmal etwas anfassen, was 9/11 oder Ahmadinedschad angeht, was nicht total aus dem Sinnzusammenhang gerissen wird.

Zuallererst möchte ich sagen, ich bin kein Freund von Ahmadinedschad. Siehe dazu letzten Blogeintrag. Nach wie vor halte ich ihn für verdächtig, selbst Teil eines Divide et empera oder Goldstein-Schemas zu sein. Ich lehne eh Theokratien ab.
Aber was unsere Medien machen geht eindeutig viel zu weit und kann nur als imperiale Kriegsvorbereitungspropaganda und Hetze aufgefasst werden.


  • Ahmadinedschad hat nicht den Holocaust geleugnet, bei einigen scheint es auszusetzen, wenn sie Holocaust und Mythos in einem Satz hören. Er sagte tatsächlich: Im Namen des Holocaust wurde ein Mythos geschaffen. Ob das stimmt, darüber mag man streiten, es geht mehr in die Richtung der Theorien von Norman Finkelsteins "Holocaust-Industrie" , dass Betroffenheit von bestimmten Kräften geheuchelt wird, um bestimmte Ziele umzusetzen.
  • Er sagte auch nie: Israel von der Landkarte tilgen, sondern seine richtige Aussage war: Das (zionistische) Regime, welches Jerusalem besetzt hält, müsste Geschichte werden. Siehe u.a http://www.arbeiterfotografie.com/iran/index-iran-0037.html
  • Und jetzt wird ihm vorgeworfen, er stünde hinter der Verschwörungstheorie, die Amerikaner hätten den 11.09.2001 selbst gemacht. Davon war in seiner Rede aber niemals etwas zu hören. Er sprach von Theorien, die es gibt, und dass viele Menschen diese glauben. Egal wie man es dreht und wendet, diese Aussage ist wahr. Auch wenn sie von einem Idioten wie Ahmadinedschad gemacht wurde.

Und hier mal exemplarisch das, was unsere Medien rausgehört haben wollen:


Medienhetze Google News

Wie kann das sein, dass, abgesehen von alternativen US-Medien, die es vorzogen, gar nicht zu berichten, unsere gesamte westliche Presse hetzt und Aussagen in die Rede hereinfälscht, die nie gemacht wurden? Journalistischer Gleichschritt? Vorgabe von...?

Die Krönung dann, als sich der "Erlöser" US-Präsident Barrack Obama -
der wirklich jedes Versprechen, was er je gegeben hat, schon gebrochen hat, sich auch noch dazu äußerte.

"Das war beleidigend. Das war hasserfüllt. Insbesondere, dass er diese Äußerungen hier in Manhattan gemacht hat, nur ein bischen nördlich von Ground Zero, wo Familien ihre geliebten Angehörigen verloren haben. Menschen aller Religionen, aller Ethnien, die dies als einflussreichste Tragödie ihrer Generation ansehen. Dass er diese Aussagen gemacht hat, bleibt unentschuldbar."
Barrack Hussein Obama
http://www.bbc.co.uk/news/world-us-canada-11407326
Und wieder einmal werden die Opferangehörigen für politische Zwecke instrumentalisiert, wo
doch eine stattliche Anzahl auf UNSERER Seite steht. Damit ist die Vorgabe klar: Wie Steve Watson richtig bemerkt, ist die Hinterfragung von 9/11 damit schon praktisch auf dem gleichen Level angekommen, wie die unsägliche Holocaustleugnung. Jede Hinterfragung ist gesellschaftlich verpönt.

Auch Ahmadinedschad sieht dies so und gab bei seiner Ankunft in Teheran bekannt:

"Ich habe nur eine einfache Frage gestellt und es ist nicht richtig, jemanden, der eine Frage stellt, dafür zu diffamieren. Wir sollten dieses Ereignis nicht zu einem neuen heiligen und unberührbaren Thema machen."
Mahmoud Ahmadinedschad
http://www.haaretz.com/news/international...
9/11 hat dies alles nicht verdient. Und Ahmadineschad hatte bereits in seiner Rede eine alte Idee der 9/11 Wahrheitsbewegung aufgegriffen:
Eine neue Untersuchung muss her!

It is proposed that the United Nations set up an independent fact-finding group for the event of the II September so that in the future expressing views about it is not forbidden.
I wish to announce here that next year the Islamic Republic of Iran will host a conference to study terrorism and the means to confront it. I invite officials, scholars, thinkers, researchers and research institutes of all countries to attend this conference.

http://gadebate.un.org/Portals/1/statements/634208557381562500IR_en.pdf
Ein Sprecher des Iranischen Außenministeriums, Ramin Memanparast, hat wiederum auf die Aussagen von Obama vom Freitag reagiert.

PK Iran


"Es ist uns nicht klar, warum Präsident Ahmadinedschads Forderung nach einer neuen Untersuchung die US-Offiziellen so aufgebracht hat. Es hat Intellektuelle und Wissenschaftler erstaunt. Es ist normal, dass verschiedene Ereignisse genauestens untersucht werden, besonders diejenigen, die einen großen Einfluss auf internationale Entwicklungen haben. Einige Forscher und Recherche-Center haben Beweise, die ernsthafte Zweifel über das Geschehen vom 11.9.2001 und die Drahtzieher auslösen.
So ein wichtiger Punkt erfordert mehr ernsthafte Aufklärung und Überlegung. Daher kann dies nur die öffentliche Meinung erhellen, was wirklich zu 9/11 geführt hat, und die Bühne für faire Schritte in der Zukunft zu bereiten."

Ramin Memanparast
http://www.presstv.ir/detail/143964.html
Sollen wir nun glücklich sein, über die erste staatlich angestoßene 9/11 Untersuchung? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Auch die letzte Konferenz zu der weltweite Wissenschaftler und Experten eingeladen waren, wurde in unseren anscheinend wirklich kontrollierten Medien nur als "Holocaust-Leugner"-Konferenz bezeichnet, die Wahrscheinlichkeit, dass authentisch berichterstattet wird, ist also gering.
Andererseits bringt das überhaupt Berichterstattung. Als das Thema 9/11 mal im EU-Parlament und eine neue einzusetzende Untersuchungs-Kommission behandelt wurde, geschah dies vor leeren Rängen, keine Presse berichtete darüber. Oder haben Sie schon mal davon gehört?
Und auch in Japan war es mal Thema im Parlament, auch dort hat man es geschickt geschafft, nichts zum Thema zu berichten.
Es ist also nicht nur iranische Position und sie ist auch klar verständlich: Außerordentliche Ereignisse wie 9/11 dürfen auch außerordentlich gut untersucht werden, zumal wenn darauf eine imperiale Politik eines ganzen Jahrhunderts gründen soll. Bring them on!
Last modified on Monday, 04 October 2010 00:00
Dirk Gerhardt

Dirk Gerhardt

Seit 2002 als engagierter 9/11 Beobachter im Internet unter dem Namen Sitting Bull bekannt.

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