In den nächsten Tagen erscheint das neue Buch von Mathias Bröckers und Christian C. Walther, "11.9. - zehn Jahre danach. Der Einsturz eines Lügengebäudes". Ich habe exklusiv für das 911-archiv.net die Möglichkeit eingeräumt bekommen, die beiden Autoren zu interviewen:
Frage (F), 911-archiv.net: Herr Bröckers, Sie legen jetzt Ihr drittes Buch zum Thema 11.September vor. Sind Sie Masochist? Immerhin wurden Sie für Ihre anderen beiden Büchern von vielen Journalisten der etablierten Medien teilweise sehr unsachlich angegriffen... Oder denken Sie, dieses Mal wird es anders sein?
Antwort (A), Mathias Bröckers: Unsachliche Angriffe bin ich seit dem Buch über die "Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf" Anfang der 90er gewöhnt, auch das wurde zuerst lächerlich gemacht und bekämpft, mittlerweile hat es 40. Auflagen, Hanf wird wieder angebaut und ist als Medizin anerkannt. Nochmal 10 Jahre und er wird auch als Genussmittel wieder legal.
Was 9/11 betrifft habe ich die vorsichtige Hoffnung, dass dieses Mal nicht nur auf den Botschafter eingedroschen wird, weil man die Botschaft nicht hören will, sondern dass die zeitlich Distanz einen sachlichere Rezeption ermöglicht. Aber es wird wohl noch mal 10 Jahre dauern bis auch der Mainstream sich dieser Mega-Lüge wirklich stellen kann - nur das ehemalige Nachrichtenmagazin wird dann noch weiter das Märchen von Osama und den Teppichmessern erzählen, so wie der "Spiegel" ja auch bis heute in Sachen Reichstagsbrand die Sage des "verrückten Einzeltäters" van der Lubbe verteidigt
(F) Im Vorwort wird die Mitarbeit von John Doe II und Andreas Westphalen erwähnt. Wer ist John Doe II, und warum hat er ein Pseudonym gewählt? Ist es Angst?
(A) Es gibt ja viele gute Gründe, ein Pseudonym zu wählen, selbst wenn man nicht wirklich Angst hat.
(F) Bei der Suche nach Andreas Westphalen fand ich einen Rundfunkbeitrag beim WDR 3, der am 30.8. um 23.00 Uhr gesendet werden soll. Ich erinnere daran, dass einst die ZDF-Betrachtung "Das Geheimnis des dritten Turmes" über WTC 7 an einem Sonntag um 23.45 Uhr ausgestrahlt wurde. Ist solch ein Sendeplatz symptomatisch für die Zweifel?
(A) Wie gesagt: bis das Lügengebäude 9/11 wirklich ein Prime Time Thema wird, braucht es glaube ich noch ein bisschen Zeit.
(F) Im Buch heißt es, "die kritische Öffentlichkeit ist zur Emigration gezwungen, an die Ränder und ins Internet." Liegt darin nicht die Gefahr weiterer Marginalisierung und Assozierung des Themas mit "systemfeindlichen" Kräften? Beispielsweise ist ja auch Irans Präsident Ahmadinedschad ein "Truther"...
(A) Solche Kontaminierungsversuche werden sich nicht vermeiden lassen, aber sie werden immer durchsichtiger. Und sie werden nicht dafür sorgen, dass das Thema, die Fragen, die Skepsis verschwindet.
(F) Wo sehen Sie Lichtblicke, was die Rezeption von den Zweifeln angeht, im Kontrast zum reinen Firlefanz über "Verschwörungstheorien" als pauschal-diffamierende Ausgrenzung unbequemer Fakten?
(A) Ein Journalist, der meine ersten Bücher nicht kannte und das neue jetzt gelesen hat, wunderte sich gerade: "Sie stellen ja gar keine Verschwörungstheorie auf, sondern nur Fragen." Das war ja auch schon in den ersten Büchern so. Ich habe bis heute keine Theorie, sondern aufgrund zahlreicher Indizien allenfalls einen Verdacht in bestimmte Richtungen. Aber auf meine persönlichen Vermutungen und Spekulationen kommt es nicht an. Als Autor fehlen einem die Mittel, sie wirklich zu ermitteln und zu verifizieren. Dafür gibt es Staatsanwälte und die müssen in Sachen 9/11 endlich tätig werden. Und weil unser Buch glasklar aufzeigt, dass das Verbrechen des Jahrhunderts bis heute nicht wirklich untersucht und aufgeklärt ist, sind sie sogar rechtlich dazu verpflichtet. Wenn es gelingt, dafür ein Bewusstsein zu schaffen, wäre schon viel erreicht.
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Frage (F), 911-archiv.net: Herr Walther, das ist Ihr Drittes Buch zum Thema. Nach "119 Fragen zum 11. September" und "Der zensierte Tag". Täuscht der Eindruck, oder wurden Ihre Bücher, im Gegensatz zu denen von Mathias Bröckers, mehr oder weniger mit Missachtung gestraft?
Antwort (A), Christian C. Walther: Mathias war Vorreiter und Vorbild in Sachen 9/11, kein anderer Titel hat – verdientermaßen - solches Aufsehen erregt wie „Verschwörungen, Verschwörungstheorien und die Geheimnisse des 11.9.“, sein erstes Buch zum Thema; die „119 Fragen“ sind trotzdem auf breites Interesse gestoßen, „Der zensierte Tag“ hingegen nicht, aber das war, offen gestanden, abzusehen.

(F) Weshalb?
(A) Weil 2004 das öffentliche Interesse an den 9/11-Hintergründen nicht mehr allzu groß war, zumal ja jedermann dank Mainstream „wusste“: alle Fragen zum 11. September sind beantwortet. Es war daher einigermaßen verwegen, In diesem Klima ein Buch vorzulegen, das die offizielle „Verschwörungstheorie“ widerlegt und präzise das Versagen der Commission sowie eben jenes Mainstreams bei der Aufklärung der tatsächlichen Zusammenhänge analysiert. Mir war jedenfalls bewusst, dass Spiegel, FAZ und Co. ihre Leser nicht auf ein Buch aufmerksam machen werden, das das Versagen von Spiegel, FAZ und Co. dokumentiert. Aber als Journalist kann man beim Thema „9/11“ eh nur verlieren – entweder seine Ersparnisse, weil man jahrelang gratis arbeitet, oder seine Glaubwürdigkeit.
(F) In Kürze wird der Journalist Marcus Klöckner ebenfalls ein Buch zum Thema vorstellen. "9/11- Der Kampf um die Wahrheit", in dem die Gegenöffentlichkeit des 9/11 Skeptizismus und die darauf folgenden Angriffe der Medien geschildert werden. In "Der zensierte Tag" haben Sie ebenfalls die Rolle der Medien untersucht. Wie sieht Ihre Erfahrung mit den Medien aus, wenn man zum Thema 9/11 publiziert? Wolfgang und Paul Schreyer schilderten mir, dass sie 2005 über 30 Verlage anfragten, und nur Absagen bekamen, als sie über 9/11 publizieren wollten- und das nur in Romanform, der eigentlich klassischen Variante, wenn man kein Sachbuch durchbekommt...
(A) Fragen Sie mal John S. Cooper, wie lange der gebraucht hat, um einen Verlag für seinen 9/11-Roman zu finden. Mathias kann da bestimmt eine Mailadresse rausfinden ... Das Thema war und ist für Verleger wenig erfolgsträchtig. Ich hatte schon beim „zensierten Tag“ das Glück, den Verleger lange zu kennen und nach dem Erfolg der „119 Fragen“ förmlich einen Freibrief. Über das Buch waren dann auch alle sehr glücklich, nur über die Verkaufszahlen nicht.
(F) Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Herrn Bröckers?
(A) Ich habe ihn kurz nach „Verschwörungen, Verschwörungstheorien und die Geheimnisse des 11.9“ angerufen, ihm zu der Arbeit gratuliert und ihn gebeten, doch mal die Inside-Trader herauszuposaunen, weil mir das der kürzeste Weg zu Buzzy Krongard und zur CIA zu sein schien. Er hat mir dann erklärt, wie das mit dem Bankgeheimnis läuft, speziell auf den Caymans, und das war der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.
(F) Und worin lagen die Vorteile?
(A) Für uns beide darin, dass wir bei dieser neuerlichen langen Strafarbeit im Steinbruch nicht allein waren, sondern uns von Stollen zu Stollen Durchhalteparolen zurufen konnten.
(F) Wie sah Ihr konkreter Anteil an der Arbeit aus?
(A) Wir haben die Themen vorher verteilt, möglichst gerecht und nach Expertise sortiert, und uns dann gegenseitig immer und wieder in die Texte hineinredigiert und – ergänzt, unterstützt von John Doe und Andreas Westphalen. Wir sind zwar beide mit allen Aspekte des Themas bestens vertraut, aber Mathias weiß noch mehr als ich über Terroristen, Geheimdienste und Nanothermit, während ich vermutlich etwas mehr weiß über fehlende Beamte, Flugrouten, Lotsen und zeitliche Widersprüche.
(F) Wie schätzen Sie die derzeitige Situation ein, was Zweifel an der offiziellen Version angehen, besonders Deutschland und die USA betreffend?
(A) Die veröffentlichte Meinung kennt kaum Zweifel, die öffentliche Meinung hingegen durchaus – und zwar massive, wie sämtliche Umfragen zeigen. Aber diese eklatante Diskrepanz hat der 11. September ja nicht für sich allein gepachtet.
(F) Wie ist Ihr Ausblick angesichts des sich nähernden 10. Jahrestags? Wird es irgendwann einmal eine sachliche Diskussion der Fakten geben können?
(A) Mit uns: jederzeit. Wir führen diese Diskussion, ausdauernd und seit Jahren, und das ist – weiß Gott – mühsam, denn die meisten „skeptischen“ Theorien sind ja nicht viel besser als die offizielle Verschwörungstheorie. Aber unter Skeptikern ist die Bereitschaft zum Umdenken und Anerkennen von Argumenten deutlich ausgeprägter als unter professionellen medialen Gralshütern. Aber Sachlichkeit erfordert eben den Erwerb von Sachkenntnis, mithin Zeit und Intelligenz. Der Mainstream ist ein dumpfer, reißender Fluss und treibt einen binnen Wochenfrist von Fukushima in die EHEC-Panik, da ist für echten Journalismus einfach keine Zeit. Also: Es wird auch weiter sachliche Diskussionen der Fakten geben, aber nicht in den Massenmedien.
Herr Bröckers, Herr Walther, vielen Dank für Ihre Zeit.
11.9. - zehn Jahre danach. Der Einsturz eines Lügengebäudes
Erscheint: 14.07.11
320 Seiten
€ 16,99
ISBN: 9783938060483