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Back Der schwarze Dienstag 11. September 2001 Personalakten Ted Olsons Aussage über Anrufe von Barbara Olson

Ted Olsons Aussage über Anrufe von Barbara Olson

Spät am Tag des 11. September sendete CNN einen Bericht, der folgendermaßen begann: "Die konservative Kommentatorin und Anwältin Barbara Olson hat heute nach Auskunft ihres Ehemannes, des Generalstaatsanwalts Ted Olson, diesem mitgeteilt, dass das Flugzeug, in dem sie sich befand, am Dienstag morgen entführt worden ist." Der Nachricht zufolge hatte Olsen CNN berichtet, dass seine Frau "ihn an Bord des American Airlines-Flug 77 zweimal per Handy angerufen hat," und ihn darüber informiert hatte, dass "alle Passagiere und das Flugpersonal, einschließlich der Piloten von bewaffneten Entführern in den hinteren Teil des Flugzeugs getrieben worden seien. Die einzigen Waffen, die sie erwähnte, waren Messer und Teppichschneider." 2



Ted Olsons Aussage über Anrufe von Barbara Olson am 11. September:
Drei offizielle Dementis 1
von Prof. David Ray Griffin


Der Bericht von Ted Olson war sehr entscheidend. Dieser Bericht lieferte nämlich den einzigen Beweis dafür, dass Flug 77, der angeblich das Pentagon getroffen haben soll, zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch in der Luft gewesen ist, nachdem er um 09.00 Uhr vom Radar der FAA (amerikanische Luftüberwachungsbehörde) verschwunden war (es gab nämlich Berichte, denen zufolge nach dem Verschwinden des Flugs, ein Flugzeug an der Grenze Ohio-Kentucky abgestürzt sei). Hinzu kam, dass Barbara Olson eine sehr bekannte Kommentatorin bei CNN war. Der Bericht, dass sie in einem Flugzeug gestorben sei, das von arabischen Muslimen entführt worden war, erwies sich rückwirkend als ein wichtiger Faktor, der die Unterstützung der Nation für den "Krieg gegen den Terror" der Bush-Administration sicherstellte. Ted Olsons Bericht war noch auf eine andere Weise bedeutend, da er die einzige Quelle für die weithin akzeptierte Vorstellung darstellte, dass die Entführer Teppichmesser verwendet hätten. 3

Doch obwohl Ted Olsons Bericht von Anrufen seiner Frau zu einem zentralen Faktor in der offiziellen Darstellung der Ereignisse vom 11. September geworden ist, wurde dieser Bericht dennoch komplett unterminiert.


Olsons interne Widersprüche

Olson selbst begann diesen Prozess der Unterminierung durch die internen Widersprüche seiner eigenen Darstellung. Wie wir gesehen haben, hatte er zuerst CNN mitgeteilt, dass seine Frau "ihn zweimal mit einem Handy angerufen hat." Aber er selbst widersprach dieser Behauptung am 14. September, als er den Fernsehmoderatoren Hannity und Colmes mitteilte, dass sie ihn durch ein R-Gespräch im Ministerium für Justiz erreicht hätte. Deshalb muss sie ein "Air-Phone" benutzt haben, mutmaßte er, weil "sie irgendwie keinen Zugriff auf ihre Kreditkarten hatte." 4 Dabei ist jedoch diese Version von Olsons Geschichte, neben dem Widerspruch gegenüber seiner ersten Version, darüber hinaus sogar noch selbst-widersprüchlich. Denn es ist eine Kreditkarte nötig, um ein Telefon im Passagiersitz zu aktivieren.

Später, am selben Tag erzählte Olson in der Fernsehshow „Larry King Live“, dass der zweite Anruf von seiner Frau plötzlich abgebrochen sei, weil "die Signale, die von Handys aus Flugzeugen kommen, nicht so gut funktionieren." 5 Nach dieser Rückkehr zu seiner ersten Version, legte er sich schließlich auf die zweite Version fest und sagte, dass seine Frau ihn per R-Gespräch angerufen habe und somit "das Telefon im Passagier-Sitz" benutzt haben muss, weil sie ihren Geldbeutel nicht zur Hand hatte. 6

Mit der schließlichen Festlegung auf diese Geschichte, vermied Olson einen technologischen Fallstrick. Angesichts des Handy-Systems, wie es im Jahr 2001 installiert war, waren Handyanrufe von Flugzeugen in großen Höhen nämlich nicht möglich, oder zumindest fast nicht möglich (Olsons Aussage, dass "die Signale von Handys aus Flugzeugen nicht gut funktionieren" war eine erhebliche Untertreibung). Die Technologie, um Handyanrufe aus großer Höhe von Linienflügen aus zu ermöglichen, wurde erst 2004 eingerichtet 7.

Jedoch wurde Olsons zweiter Geschichte, abgesehen davon, dass sie sich selbst widersprach, auch noch von American Airlines widersprochen.


American Airlines widerspricht Olsons Zweiter Version

Ein 9/11-Forscher, dem bekannt war, dass Flug 77 von American Airline eine Boeing 757 gewesen ist, fiel auf, dass die Website von American Airlines die Information enthielt, dass ihre 757s gar keine Passagier-Sitz-Telefone besitzen würden. Nachdem er American Airlines geschrieben hatte, um zu fragen, ob dies auch am 11. September 2001 der Fall gewesen sei, antwortete ein Mitarbeiter von American Airline: "Das ist richtig, wir haben keine Telefone in unseren Boeings 757. Die Passagiere in Flug 77 verwendeten ihre eigenen persönlichen Mobiltelefone, um die Anrufe während des Terroranschlags zu tätigen. " 8

Als Reaktion auf diese Enthüllung könnten Verteidiger der offiziellen Geschichte antworten, dass Ted Olson offenbar beim ersten Mal richtig gelegen hat: Sie hatte ihr Handy benutzt. Doch neben der Tatsache, dass dieses Szenario angesichts der Handy-Technologie im Jahr 2001 unwahrscheinlich ist, ist diese Aussage darüber hinaus auch durch das FBI widerlegt worden.


Olsons Geschichte wird durch das FBI widersprochen

Der gravierendste Widerspruch in der offiziellen Darstellung der Geschichte von Ted Olson kam im Jahr 2006 bei der Verhandlung von Zacarias Moussaoui, dem sogenannten 20. Entführer, ans Licht. Das vom FBI im Zuge dieses Gerichtsverfahrens vorgelegte Beweismaterial beinhaltete eine Auflistung der Anrufe von allen vier 9/11-Flügen. In ihrem Bericht über Flug 77 von American Airlines schrieb das FBI nur einen Anruf Barbara Olson zu und dabei handelte es sich um einen "unverbundenen Anruf", der (folgerichtig) nur "0 Sekunden" gedauert hatte. 9 Demnach hat Ted Olson laut FBI keinen einzigen Anruf von seiner Frau erhalten, weder von einem Handy noch von einem Telefon im Passagiersitz.

Am 11. September hatte das FBI selbst Olson interviewt. Ein Bericht über dieses Interview bestätigt, dass Olson den FBI-Agenten erzählt hatte, seine Frau habe ihn zweimal an Board des Fluges 77 angerufen. 10 Und doch machte der FBI-Bericht über Gespräche von Flug 77, der im Jahr 2006 vorgelegt wurde, eines deutlich: nämlich dass kein derartiger Anruf stattgefunden hatte.

Dies war eine erstaunliche Entwicklung: Das FBI ist schließlich Teil des Justizministeriums. Und dennoch widersprach der Bericht des FBI der weithin bekannten Behauptung des ehemaligen Generalstaatsanwalts des Justizministeriums, nachdem Ted Olson am 11. September zwei Anrufe von seiner Frau erhalten hatte.


Olsons Geschichte wird auch von Pentagon-Historikern abgelehnt

Ted Olsons Bericht wurde auch stillschweigend von den Historikern abgelehnt, die das Buch „Pentagon 9/11“ verfasst hatten, eine vom Verteidigungsministerium herausgegebene Studie über den Pentagon-Angriff. 11

Laut Olson hatte seine Frau ihm erzählt, dass "alle Passagiere und das Flugpersonal, darunter die Piloten, von den bewaffneten Entführern in den hinteren Teil des Flugzeugs getrieben worden waren." 12 Dies ist jedoch ein widersprüchliches und unplausibles Szenario. Wir sollen glauben, dass etwa 60 Leute, darunter die beiden Piloten, von drei oder vier Männern (ein oder zwei der Entführer waren wohl im Cockpit) mit Messern und Teppichmessern in Schach gehalten wurden. Dieses Szenario wird noch absurder, wenn wir bedenken, dass die angeblichen Flugzeugentführer allesamt kleine, unsportliche Männer waren (die 9/11-Kommission hatte darauf hingewiesen, dass selbst "die sogenannten ‚Muskelpaket-Entführer‘ körperlich nicht imposant waren und die meisten von ihnen lediglich eine Körpergröße zwischen 1,65 m und 1,70 m aufwiesen und zudem noch schlank waren" 13), wohingegen der Pilot, Charles "Chic" Burlingame ein Gewichtheber und ein Boxer war, der "von einem seiner einstigen Gegner als "wirklich hart“ beschrieben worden war. 14 Auch die Möglichkeit, dass Burlingame das Flugzeug den Entführern übergeben haben könnte, wurde von seinem Bruder zurückgewiesen. Dieser hatte ausgesagt: "Ich weiß nicht, was in diesem Cockpit passiert ist, aber ich bin mir sicher, dass sie ihn entweder hätten außer Gefecht setzen oder töten müssen. Denn er hätte alles getan, um die Tragödie zu verhindern, die dem Flugzeug widerfahren ist. " 15

Die Pentagon-Historiker akzeptierten jedenfalls die Olson-Geschichte nicht, wonach Burlingame und sein Co-Pilot ihr Flugzeug übergeben haben und sich zusammen mit den Passagieren und Besatzungsmitgliedern im hinteren Teil des Flugzeugs befunden haben sollen. Sie schrieben stattdessen, dass "die Angreifer die beiden Piloten entweder kampfunfähig gemacht oder getötet haben müssen." 16


Schlussfolgerung

Diese Ablehnung von Ted Olsons Darstellung durch American Airlines, das Pentagon und vor allem durch das FBI ist eine Entwicklung von allergrößter Bedeutung. Denn ohne die angeblichen Anrufe von Barbara Olson gibt es einfach keine Beweise dafür, dass Flug 77 überhaupt nach Washington zurückgeflogen ist. Hinzu kommt, dass, wenn Ted Olsons Behauptungen falsch sind, nur zwei weitere verbliebene Möglichkeiten existieren: Entweder hat Ted Olson gelogen oder er wurde von jemandem, der eine Stimmen-Veränderungstechnologie verwendet hat und mit diesem Trick sich als Ted Olsons Frau ausgab, hinters Licht geführt. 17 In jedem Fall basiert die offizielle Geschichte über die Anrufe von Barbara Olson auf einer Täuschung. Und wenn dieser Teil der offiziellen Darstellung des 11. September eine Fälschung darstellt, sollten wir dann nicht annehmen, dass andere Teile der Geschichte ebenfalls auf Täuschung beruhen?

Die Tatsache, dass Ted Olsons Bericht von Behörden widersprochen worden ist, die sonst die offizielle Geschichte des 11. September verteidigen, liefert, meine ich, genügend Gründe, um eine neue Untersuchung des 11. September zu fordern. Dieser hier beschriebene interne Widerspruch in der offiziellen Darstellung der Ereignisse ist übrigens nur einer von 25 solcher Widersprüche, die ich eingehend in meinem jüngsten Buch „Die Widersprüche des 11. September: ein offener Brief an die Politiker und die Presse“ diskutiert habe.



Dieser Artikel basiert auf Kapitel 8 (“Did Ted Olson Receive Calls from Barbara Olson?”) von Dr. David Ray Griffins neuem Buch: 9/11 Contradictions: An Open Letter to Congress and the Press (Northampton: Olive Branch, 2008 – deutsche Ausgabe: Widersprüche des 11. September: ein offener Brief an die Politiker und die Presse, Peace Press, 2011). "9/11 Contradictions" könnte vielleicht die beste Chance von allen DRG-Büchern sein (oder auch nur eines Buches) für die Aufnahme einer neuen Untersuchung des 11. September.


© Peace Press, 2010 (deutsche Übersetzung) Übersetzung: Oliver Bommer, Peace Press

© GlobalResearch.ca, 01. April 2008 (englischsprachige Originalfassung)

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